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fuͤr Gottgleichheit haͤlt. Schon der Eindruck ſolcher Werke auf unbefangene Gemuͤther muͤßte ein Finger⸗ zeig ſeyn, obwol wir den uͤbermuͤthigen Kunſtrichtern dies gar nicht als einzigen Pruͤfſtein aufzudringen ge⸗ ſonnen ſind, wogegen wir aber freilich auch uns hin⸗ wiederum nicht die geruͤhmte Allgenuͤgſamkeit und Selb⸗ ſtaͤndigkeit der Kunſt aufdringen laſſen werden, weil ja aus der vermeinten Entbehrlichkeit und ſchmaͤhlichen Beſeitigung des ethiſchen Momentes eben Baͤume her⸗ 3 vorgehen, die man an den Fruͤchten erkennt.
So viel von dem Zuſtande der teutſchen Poeſie und Kritik! Da wir bereits oben andeuteten, daß es der englaͤndiſchen eben ſo ergangen, ſo koͤnnen wir hier etwas kuͤrzer werden. Wie naͤmlich bei uns ſich eine Schule gebildet hatte, welche die Nichtigkeit der um⸗ gebenden Welt erkannt, in eine untergegangene, vom Weltgeiſt aufgeloͤſete, oder in eine vermeſſen ſelbſt er⸗ ſchaffene ſich fluͤchtete, ſo war auch um die Seen von Cumberland, der kritiſchen Policei, welche erſt ſpaͤter, zum Theil durch uns, ſcharfſichtiger ward, unbemerkt eine Schule entſtanden, welche daher die Schule der Seen hieß. Natuͤrlich mußten Geiſter, wie Southey, Wordsworth, Coleridge, Moore, ja unſer Byron, endlich das Engbruͤſtige, Verkuͤmmerte der Zeit, dieſer ſteifzierlichen Blumenleſerei, ja handwerklichen Blu⸗


