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Manfred : Trauerspiel / von Lord Byron. Teutsch von Adolf Wagner
Entstehung
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ſchon ſelbſt geleitet. Schon darum alſo muͤſſen ſich jene Schauer⸗, Fluch⸗ und Schickſalsſpiele beſcheiden, als in Hundstagshitze getriebene Zeitbluͤthen in kurzem abzuwelken, und einer neuen Erſcheinung in dem Blu⸗ men⸗ und Fruchtreigen der Jahrzeit Platz zu machen. Aber wer nur uͤberhaupt die Zeichen der Zeit verſteht, wird wol auch gern bekennen, daß mit hohlem Phanta⸗ ſieſpuk, mit Papierblumen, mit Leinwand⸗ und Papier⸗ reflex dieſer unſerer verkuͤmmerten, abgetriebenen, er⸗ grauten und abgelebten Welt nicht zu helfen, damit ihr kein Verjuͤngungsmittel gereicht werde, ſondern daß nur der Menſch und ſeine in Gott gelaſſene That, ſein Walten, Leben und Seyn im Ewigen das jetzt aufge⸗ gebene und verlangte Kunſtwerk ſei, woraus einige Hoffnungsſchimmer aufblinken koͤnnten. Wie viel Ver⸗ ſtand und Scharfſinn und ſonſtige Kuͤnſtelei alſo auch immerhin an Erzeugniſſe jener Art verſchwendet werde, ſie koͤnnen nur die Verlaſſenheit, Zerriſſenheit, die Hoff⸗ nungsloſigkeit, die Verzweiflung und Unnatur der Zeit beurkunden, und wer den hohen Frieden, die ſelige Ruhe des Glaubens kennt, worauf auch das wahre Wiſſen aufgetragen iſt, der wird wenigſtens dieſe ſeine Seelenſtaͤrke nicht fuͤr jene freche Vermeſſenheit, jenen krampfigen Rauſch vertauſchen moͤgen, der, gleich der Schlange im Paradieſe, Gutes und Boͤſes zu wiſſen

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