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Manfred : Trauerspiel / von Lord Byron. Teutsch von Adolf Wagner
Entstehung
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beengende, bricht, mithin die ewige Idee ſelbſt wieder an das Unſichtbare abgiebt, man moͤchte ſagen mit ei⸗ ner goͤttlich jungfraͤulichen Schamhaftigkeit und Zucht.

Darum zieht ſie um das Unausſprechliche den Schleier

der Iſis und friſcht die in der Welt hienieden nach⸗ dunkelnden, oder verbleichenden Ideen mit ihren lieb⸗ lichſten Farben wieder auf; darum loſet ſie irdiſche Verworrenheit und Mishall in himmliſchen Einklang auf. Betrachtet doch den herrlichen Meiſter Calderon, den ihr ja ſelbſt als Vorbild gelten laßt, und ſaget, ob es anders iſt! Sollte ſich in einem einzelnen ſei⸗ ner Werke dieſe plaſtiſche Geſchloſſenheit, dieſer Einhall nicht finden, wahrlich der Meiſter wuͤrde euch in ſei⸗ nes Glaubens und Schauens Kraft in einem andern ſeiner reichen Werke gewiß die Ergaͤnzung nachweiſen; worin beilaͤufig auch der tiefere Grund der griechiſchen Trilogien zu ſuchen iſt. Denn der Geiſt kann immer und ewig nur ſich, d. h. ſeinen Urſprung in Gott ſuchen. Darum nannten jene großen Meiſter die Kunſt und namentlich die Poeſie»das heitere Wiſſen(el gayo saber); darum verlangten alte und neue Kriti⸗ ker Harmonie und Inſtanz der Beruhigung; darum ſollte nach ihrem Rath das ᷑αρον, das Blutbefleckte, Greuel⸗ und Grauſenvöolle verbannt werden, und Me⸗ deia ihre Kinder nicht vor dem Volke toͤdten. Dem

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