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Manfred : Trauerspiel / von Lord Byron. Teutsch von Adolf Wagner
Entstehung
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217 bild, das die Reflexion, nachdem ſie den Dichter und die mit, in und durch ihn ausgeborene Idee in die Arbeit genommen, daraus gemacht, wird jeder Ver⸗ ſtaͤndige von ſelbſt ermeſſen. Denn auch hier iſt Volks⸗ ſtimme Gottesſtimme, und hallt wie in einem Dio⸗ nyſiusohre nach, und das Naturgefaͤhl behaͤlt im Gan⸗ zen, wie ſich's gebuͤhrt, Recht. So kam es denn, daß die Ueberlieferung von ihm, als dem Dichter Englands, auch unter denen, welche dieſelbe in ihrer zum Grunde liegenden Idee ergreifen, anerkennen und nachweiſen ſollten, noch umging und umgeht, auch manche bruch⸗ ſtuͤckliche Beiwerke und Seltſamkeiten derſelben aufge⸗ ſtoͤbert und vorgezeigt wurden, wie zuletzt die Haz⸗ litt's und Drake's beweiſen. Was aber das We⸗ ſentliche anlangt, naͤmlich den feſten, unerſchuͤtterlichen Glauben und das klare lebendige Schauen, ſo erging es den Schriftgelehrten zumal mit ihm doch nicht viel anders, als den mythiſchen Figuren der Griechen und Roͤmer in der modernen Poeſie. Als und waͤhrend nun aber die Kritik an fruͤhern Erzeugniſſen ſich geuͤbt, geſtaͤrkt und geſchaͤrft hatte, war unterdeſſen auch die Poeſie in einer andern Geſtalt aufgetreten. In der engliſchen Poeſie,» ſagt Goethe,«findet man durch⸗ aus einen großen, tuͤchtigen, weltgeuͤbten Verſtand, ein tiefes, zartes Gemuͤth, ein vortreffliches Wollen, ein