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Manfred : Trauerspiel / von Lord Byron. Teutsch von Adolf Wagner
Entstehung
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denden Geiſte ſo unabweislich auf, daß ſie das mehr oder minder bewußt variirte Thema aller Zeiten wird. Aber auch ihr, wie jeder Idee, wirft die Zeit ſtets ihre Farbe an, wodurch dann ihre Klarheit mehr oder minder getruͤbt wird, wie dies eben ſelbſt wieder Folge des Falles iſt. Daß Goethe ſie in tiefem, weltge⸗ ſchichtlichen Sinne, wie keiner, wenn man nicht Dante zum Theil dahin rechnen will, ausgeſprochen, werden tiefſinnige Freunde wol faſſen und fuͤhlen, ja die gu⸗ ten, tiefen Seelen werden den Ausdruck der, dieſer Idee unmittelbar eingebornen und ſie ganz durchwoh⸗ nenden hoͤchſten vernichtenden Weltironie eben ſo wohl erkennen, als zu Nutz und Frommen anwenden. So tief hat nun wol freilich unſer edler Lord dieſe Idee, hier ſo wenig als anderwaͤrts, nicht aufgefaßt und ausgebildet, obwol ſeine Erzeugniſſe ſich meiſtens in ihr bewegen. Zwar fehlt es da nicht an Uebermuth, Stolz und Lebensverachtung, die ſich aus der klaͤrſten Verruchtheit aufraffen und wie an einem Fluchgeſchick trutzig raͤchen moͤchte; auch iſt die ſo verkuͤmmerte Menſchennatur, wie ihr Leib, die Natur recht ſtaat⸗ lich herausgeputzt und wie eine unmittelbar nach ei⸗ nem Gewitter beleuchtete Abendlandſchaft mit dem Schaumgold der untergehenden, noch einmal groß auf⸗ lodernden Sonne, ſo mit dem Schaumgolde der Phan⸗

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