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bitte den Allmaͤchtigen, daß er ſie bekehren moge.— Dieſe Duldſamkeit macht viele meiner chriſtlichen Bruͤder mißtrauiſch gegen mich; aber ich ver⸗ gebe ihnen; und da ich auf dieſe Weiſe die Vorurtheile der Menge nicht offentlich verletze, bin ich in Stand geſetzt, meine Glaubensgenoſſen vor der Strenge der Geſetze, ſo wie vor den Folgen ihres eigenen Eifers zu ſchuͤtzen. Wenn Duldung nur die natuͤr⸗ liche Folge des Wohlwollens zu ſein ſcheint, ſo ge⸗ währt ſie ſicher auch der Wohlthätigkeit den groͤßten Spielraum.“
So iſt mein Leben, Salluſt— ſo ſind jetzt
meine Geſinnungen. Sie lehren mich, gluͤcklich le⸗
ben und ruhig dem Tode entgegen ſehn.— Und Du,
gutmuͤthiger und freundlicher Schuͤler des Epikur, komm
zu uns, und uͤberzeuge Dich, welches unſere Ge⸗ nuͤſſe, welches unſere Hoffnungen ſind, und weder der Glanz der kaiſerlichen Feſte, noch der wilde Ju⸗ bel des Volkes im Circus, noch das geräuſchvolle Forum, noch die herrlichen Gärten und Bäder Roms werden Dir fernerhin ein ungetrubteres Leben voll reiner und beſeligender Genuͤſſe darzubieten ver⸗ moͤgen, wie das, welches Du ohne Grund bedauerſt als das Leben Glaukus des Athenienſers!— Lebe wohl!—


