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ben. Sie war eines Monuments in Athen wuͤr⸗ dig!“—
„Du ſchreibſt mir, daß die Secte der Chriſten in Rom ſehr viele Anhaͤnger gewinne. Salluſt, Dir darf ich mein Geheimniß anvertrauen; ich habe viel uͤber dieſen Glauben nachgedacht— ich habe ihn angenommen. Nach dem untergang von Pompeji traf ich nochmals mit dem Slinthus zuſammen; der zwar damals gerettet wurde, aber ſpäter, ach! als ein Märtyrer ſeines unbezwinglichen Eifers gefallen iſt. Er lehrte mich, in meiner Befreiung von dem Loͤwen und von dem untergange die Allmacht des unbe⸗ kannten Gottes erkennen! Ich horchte ſeinen Wor⸗ ten— ich glaubte, ich betete an! Meine mehr als je geliebte Jone bekennt ſich ebenfalls zu dieſem Glau⸗ ben— ein Glaube, Salluſt, welcher, indem er mit ſeinem heiligen Strahl dieſe Erde erleuchtet, wie je⸗ ner der untergehenden Sonne, mit ſeiner Glorie auch das kuͤnftige Leben zu überirdiſchem Glanze verklart!— Jahrhunderte mogen entfliehen, unſer
Staub mit den Elementen wieder vermiſcht, ja die
Erde ſelbſt untergegangen ſein;— ewig und un⸗ ſterblich iſt dennoch das Leben des Geiſtes! Und wie die Erde Leben und Gluͤck ſaugt aus der Sonne, ſo wird die Tugend, welche das Lächeln Gottes iſt, uns ein Buͤrge der unſterblichkeit! Beſuche mich, Salluſt, bringe die Schriften des Epikur, des Pythagoras, des Diogenes mit; aber bereite Dich auf Deine Bulwer's Werke. Taſchenausg. IV. 13


