Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
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gen. In den Olivenhainen des Jliſſus hore ich noch die Stimme der Poeſie auf den Hoͤhen von Phyle ſcheinen die Wolken des Zwielichts mir noch die Leichentuͤcher der entſchwundenen Freiheit zu ſein der Herold, der Verkuͤndiger des Tages, wel⸗ cher anbrechen wird! Du lächelſt uͤber meine Begei⸗ ſterung, Salluſt! aber beſſer noch iſt es, in den Ketten die Hoffnung zu behaupten, als duldend die⸗ ſelben zu tragen. Du ſagſt, es ſcheine Dir un⸗ moglich, daß ich unter dieſen melancholiſchen Ruinen fruͤherer Majeſtät des Lebens mich erfreuen könne. Du beſchreibſt mir mit Entzuͤcken den Glanz Roms, und den Luxus des kaiſerlichen Hofes. Mein Salluſtnon sum qualis eram ich bin nicht mehr, der ich einſt war! Die Schickſale meines Le⸗ bens haben das heiße Blut meiner Jugend abge⸗ kuhlt. Meine Geſundheit hat, ſeitdem ich die Qua⸗ len der Krankheit gefuͤhlt und in der dumpfen Luft eines Kerkers geſchmachtet habe, ihre fruͤhere Spann⸗ kraft nie wieder gewonnen. Mein Gemuͤth kann

der truͤben Erinnerung an den letzten Tag von Pom⸗

peji ſich noch nicht entſchlagen an jene fuͤrchter⸗ lichen Verwuͤſtungen, an unſere geliebte, treue Nydia! Ich habe ihrem Andenken ein Monument erbaut, und ſehe es täglich aus dem Fenſter meines

Studierzimmers. Jone ſammelt die Blumen, aber

ich ſelbſt ſchmuͤcke täglich ihr Grabmal mit denſel⸗