Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
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190 der beleidigen o, ich ungluckliche! Ich habe

ihn gerettet, zweimal gerettet weshalb ſollte ich

jetzt nicht gluͤcklich ſterben? Seine Rettung iſt der letzte begluͤckende Gedanke, der mir jemals wer⸗ den kann. O! heiliges Meer! ich hoͤre, wie Deine Stimme mich einladet ſie hat einen lockenden und heitern Klang! Man ſagt, Deine Umarmung entehre Deine Opfer wuͤrden nicht uͤber den ver⸗ haͤngnißvollen Styr gelaſſen ſei es! Auch dort moͤchte ich ihm nicht begegnen, denn er wuͤrde noch immer bei ihr ſein! Ruhe! Ruhe! Ruhe! wei⸗ ter gibt es kein Eliſium fuͤr ein Herz, wie das meine!

Ein Schiffer, der auf dem Verdeck eingeſchlum⸗ mert war, hoͤrte ein leifes Geraͤuſch im Waſſer. Noch ſchlaftrunken erhob er ſich, und es ſchien ihm, als ſehe er etwas Weißes uͤber den Wogen, die das

Schiff jetzt ſchneller durchſchnitt, ſchweben; aber es

verſchwand ſogleich wieder. Er legte ſich noch⸗ mals zur Ruhe, und traͤumte von ſeiner Heimath und von ſeinen Kindern.

Als die Liebenden erwachten, vermißten ſie bald das blinde Maͤdchen. Sie war nirgends zu findenz Niemand hatte ſie ſeit der Nacht geſehen. Jeder Winkel des Schiffs wurde durchſucht, aber man fand keine Spur von ihr. Geheimnißvoll in ihrer ganzen Erſcheinung bis zu ihrem Ende, war die Theſſalierin fuͤr immer verſchwunden aus dem Reiche