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Antlitz des Glaukus— ſie fuͤhlte ſeine tiefen Athem⸗ zuͤge— furchtſam und traurig kuͤßte ſie ſeine Stirne, ſeine Lippen; ſie fuͤhlte nach ſeiner Hand;— aber dieſe lag in der Hand Jonens.— Nydia ſeufzte tief auf, und ein duͤſtrer Geiſt zog uͤber ihre Zuͤge. Nochmals kußte ſie die Stirne des Glaukus.— „Moͤgen die Goͤtter Dich ſegnen, Athenienſer!“— fluͤſterte ſie—„moͤgeſt Du gluͤcklich ſein mit Deiner⸗ Geliebten!— moͤgeſt Du Dich bisweilen der Nydia erinnern!— Ach, ihr Leben hat jetzt keinen Zweck mehr auf der Erde!“—
Mit dieſen Worten wendete ſie ſich fort. Sie kroch langſam längs der Fori, oder des Schiffs⸗ randes, an das andere Ende der Barke, und lehnte ſich uͤber die Tiefe;— der kuͤhle Schaum ſpruͤhte empor an ihre heiße Stirne!—
„Es iſt der Todeskuß!“— ſagte ſie;„er iſt willkommen!“—
Die milde Luft ſpielte in ihren wallenden Locken — ſie ſtrich ſie ſich aus dem Geſicht, und erhob jene Augen— ſo zärtlich und doch ſo lichtlos— zu dem Himmel, deſſen blaues Gewoͤlbe ſie nie geſehen hatte!—
„Nein, nein!“— ſagte ſie halblaut;„ich kann es nicht länger ertragen; dieſes iſt eiferſuͤchtige, lei⸗ denſchaftliche Liebe— ſie erſchuͤttert mein Gemüth in ſeinen innerſten Tiefen!— Ich koͤnnte ihn wie⸗


