Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
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Pompeji ſich erhoben. Die Guͤnſtlinge der See waren entriſſen ihrer umarmung! Ein Jahrhundert nach dem andern wird die mächtige Mutter ihre azurnen Arme ausſtrecken, und ſie nicht wieder finden; traurig beſpülend die Grabſtätten der Verlornen! Die Schiffsleute bewillkommten nicht, wie ge⸗ woͤhnlich, die anbrechende Dämmerung ſie war zu allmählig eingetreten, und ſie waren auch zu er⸗ muͤdet für ſolche Ausbruche der Freude aber ein tiefes Gefluſter des Dankes ertonte von den Lippen dieſer Wächter der langen Nacht. Sie blickten ſich gegenſeitig an und lächelten ſie faßten neuen Muth ſie fuhlten wieder, daß ſie in einer freund⸗ lichen Welt, daß ein Gott uͤber ihnen ſei! Und die am meiſten Ermudeten fielen jetzt, da ſie wußten, daß die Gefahr voruber ſei, in einen tiefen Schlaf. Sie genoſſen nun bei Tage der Ruhe, die ſie in jener fuͤrchterlichen Nacht entbehrt hatten, und die Barke glitt ſanft uber die ſtillen Wogen. Man ſah in der Entfernung einige andere Schiffe, die wahr⸗ ſcheinlich ebenfalls Fluͤchtlinge trugen, und der An⸗ blick ihrer ſchlanken Maſten und weißen Segel ge⸗ währte ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Wie viele geliebte Freunde, die man ſchon aufgegeben hatte, konnten dort nicht auch noch ſich gerettet haben! Während der Ruhe des allgemeinen Schlafes ſtand Nydia leiſe auf. neigte ſich uͤber das