Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
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Zehntes Rapitel.

Der naͤchſte Morgen das Ende der Nydia.

Und lieblich und ſanft lag die Daämmerung wieder auf den beruhigten Wogen! die Winde hatten ſich gelegt die Duͤnſte verzogen ſich von dem glän⸗ zenden Azur jenes herrlichen Meeres. Im Oſten wurden leichte Woͤlkchen durch das roſigſte Farben⸗ ſpiel, welches den Aufgang der Sonne verkuͤndete, erhellt; das Licht des Tages trat ſeine Herrſchaft wieder an. Aber dicht und dunkel ſchwebte noch in der Entfernung die zerſtoͤrende Wolke, in welcher rothliche Streifen, die aber immer truͤber brannten, Kunde gaben, daß das Feuer des Berges derver⸗ brannten Felder noch nicht erloſchen ſei. Die wei⸗ ßen Mauern und die ſchimmernden Säulen, welche die anmuthige Kuͤſte geſchmuͤckt hatten, waren ver⸗ ſchwunden. Ode und einſam lagen die ufer da, auf denen noch geſtern die Städte Herkulaneum und