Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
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und die bereits rothlichen Trauben prangten an den Reben⸗Feſtons, die von einem Baume ſich zum an⸗ dern zogen. über ihnen ſchwebten leichte Wolken in dem heitern Himmel, die ſich kaum zu bewegen ſchie⸗ nen: wahrend ihnen dann und wann zur rechten Seite eine Ausſicht auf die See ſich oͤffnete, in der das Sonnenlicht jenes wunderbare Farbenſpiel bildete, welches hier einen ſo eigenthuͤmlichen Reiz hervor⸗ bringt.

Wie ſchoͤn, ſagte Glaukus in einem halb flüſternden Tone,iſt jenes Gleichniß, welches die Erde unſere Mutter nennt! Mit welcher himmliſchen und gleichmäßigen Liebe vertheilt ſie ihre Wohlthaten unter ihre Kinder; und ſelbſt jenen unfruchtbaren Gegenden, denen die Natur Schönheit verweigert hat, entzieht ſie ihre Gaben nicht. Auf dem kahlen und verbrannten Boden jenes erloſchenen Vulkans gedeiht noch der Weinſtock. Ach, in einer ſolchen Stunde und Scene, wie dieſe, koͤnnten wir uns wohl denken, daß das lachende Geſicht des Fauns aus die⸗ ſen gruͤnen Rebengehängen hervorblicke, oder daß wir die Bergnymphe durch das Dickicht eilen ſehn. Aber es gab keine Nymphen mehr, ſchone Jone, als Du geſchaffen wurdeſt!

Niemand ſchmeichelt mehr, als der Liebende, und doch ſcheinen ihm in dem übermaß ſeiner Gefuhle die Schmei⸗ cheleien nur alltäͤgliche Redensarten zu ſein. Man ſagt, daß die Achtung, welche auf die Leidenſchaft folgt, 1*