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ſchoner und regelmaͤßiger Geſtalt,— aber es lag etwas ſo Reizendes und Anmuthiges in jeder Bewegung der unvergleichlichen Neapolitanerin,— ihrem ſittſamen und einfachen Anzuge, ihrem wuͤrdigen und doch an⸗ ſpruchsloſen Benehmen— die Beſcheidenheit, und die Ehrfurcht gebietende Majeſtät des Weibes waren in ihr vereinigt.
„Entſchuldige, daß ich Dir nicht entgegen komme,“ ſagte Arbaces,„ich leide noch an einer Krankheit, die mich ergriffen hat.“—
„Entſchuldige, großer Egyptier!“— erwiederte(
Julia, indem ſie unter einer Schmeichelei die Furcht zu verbergen ſuchte, welche ſie ſchon erfaßte,—„ver⸗ gib einer ungluͤcklichen, die bei Deiner Weisheit Troſt ſucht.“—
„Komm naͤher, ſchoͤne Fremde,“ ſagte Arbaces, „und ſprich ohne Beſorgniß und Ruͤckhalt.“
Julia ſetzte ſich auf einen Lehnſtuhl neben den Eghptier, und ſah ſich verwundert in einem Zimmer um, beſſen koſtbare Ausſtattung ſelbſt den Luxus in dem Hauſe ihres Vaters uͤbertraf; auch erfuͤllten ſie die hieroglyphiſchen Inſchriften an den Wänden, die myſteriöſen Antlitze der Sphinxe, der Dreifuß in ei⸗ ner kleinen Entfernung, und vor Allem das ernſte und gemeſſene Benehmen des Arbaces ſelbſt mit ei⸗ nem faſt unheimlichen Gefuͤhl. Ein langes weißes Gewand bedeckte oben wie ein Schleier einen Theil ſeiner ſchwarzen Locken, und ging bis auf die Fuͤße Bulwer's Werke. Taſchenausg. II. 14
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