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„Ein gefährliches Haus?“— ſagte Julia, in⸗ dem ſie das Mädchen nicht ausſprechen ließ.„Wie ſo 2—
„Es werden dort, wenigſtens ſagt das Geruͤcht ſo, abſcheuliche mitternaͤchtliche Orgien gefeiert.“
„Bei der Ceres, beim Pan, und bei der Cybele, Du erregſt mir ſtatt der Furcht nur Neugierde,“ erwiederte die kecke und leichtſinnige Pompejanerin, „ich will ihn aufſuchen, und uͤber die Liebe befragen. Wenn auch die Liebe bei jenen Orgien zugelaſſen wird, ſo iſt es deſto wahrſcheinlicher, daß er deren Geheimniſſe kennt.“
Nydia antwortete nicht.
„Ich will ihn noch heute beſuchen,“ fuhr Julia fort;„nein, warum nicht ſogleich?“
„Bei Tage, und in ſeinem jetzigen Zuſtande haſt Du gewiß am wenigſten zu befuͤrchten,“ antwortete Nydis, indem ſie dem geheimen Wunſch, der plotzlich in ihr aufgeſtiegen war, nachgab, zu wiſſen, ob der finſtere Egyptier wirklich jene Zauber kenne, durch welche die Liebe erregt und gebannt werden ſollte, und von denen die Theſſalierin ſchon ſo viel gehoͤrt hatte.
„und wer wuͤrde es uͤberdem wagen, die Tochter des reichen Diomedes zu belebbigen?“— ſagte Julia hochmuͤthig.„Ich will zu ihm gehn.“
„Darf ich Dich ſpäter wieder beſuchen, um den Erfolg zu vernehmen?“ fragte Nydia.
„Ich muß Dich kuͤſſen wegen der Theilnahme,


