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Agraffe auf der linken Schulter, auf welcher eine herrliche Kamee, die Pſyche darſtellend, angebracht war; der purpurne Guͤrtel, reich mit Goldfäden ge⸗ ſtickt, und endlich die vielen Ringe, welche die weißen und zarten Finger bedeckten. Die Toilette war jetzt nach der neueſten Mode zu Rom vollendet. Die ſchöne Julia betrachtete ſich nochmals mit vieler Selbſtgefälligkeit im Spiegel, und indem ſie ſich wie⸗ der auf ihren Sitz zuruͤck lehnte, befahl ſie der juͤng⸗ ſten ihrer Sklavinnen, ihr die ſanften Elegien des Tibullus vorzuleſen. Dieſe Vorleſung war noch nicht beendigt, als eine Sklavin Nydien in das Zimmer einfuͤhrte.
„Salve, Julia!“ ſagte das Blumenmaͤdchen, in⸗ dem ſie einige Schritte vortrat, und die Arme vor der Bruſt kreuzte,—„ich habe Deinen Befehlen Fölge geleiſtet.“
„Das iſt Recht, Blumenmaädchen, komm näher, und ſetze Dich!“—
Eine der Sklavinnen ſetzte einen Stuhl hin, und Nydia ließ ſich nieder. Julia ſah die Theſſalierin einige Augenblicke etwas verlegen anz darauf winkte ſie ihren Sklavinnen, ſich zu entfernen, und befahl, die Thuͤre zu verſchließen. Als ſie allein waren, ſagte ſie, indem ſie ſich abwendete, da ſie, wie es ſchien, vergeſſen hatte, daß das Mädchen ihre Zuͤge nicht beobachten koͤnne:
„Du dienſt der Neapolitanerin Jone?“


