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vin, welche den Kopfputz beſorgte) langſam eine Maſſe kleiner Locken uͤber einander thuͤrmte, auf ge⸗ ſchickte Weiſe die falſchen unter die wahren miſchend, und das ganze kunſtreiche Gebaͤude zu einer Hoͤhe fuͤhrend, die den Kopf faſt als den Mittelpunkt der menſchlichen Geſtalt erſcheinen ließ.
Ihre gelbe Tunika, die das dunkelſchwarze Haar noch mehr hervorhob, und auch fuͤr den etwas brau⸗ nen Teint nicht unguͤnſtig war, zog ſich in weiten Falten bis zu den Fuͤßen herab, an denen ſie pur⸗ purfarbene, reichlich mit Perlen geſtickte Pantoffeln trug, die vorne etwas aufwaͤrts gebogen waren, wie noch heutiges Tages die tuͤrkiſchen Pantoffeln. Eine alte Sklavin, die durch lange Erfahrung in den Kuͤnſten der Toilette wohl bewandert war, hatte den breiten, geſtickten Guͤrtel ihrer Gebieterin uͤber den Arm gelegt, und gab von Zeit zu Zeit Anweiſungen fuͤr die Architektur des Lockenbaues, indem ſie zu⸗ gleich feine Schmeicheleien mit einfließen ließ.
„Jene Nadel muß etwas mehr rechts— tiefer, Du dummes Mädchen! Siehſt Du nicht, wie gleich⸗ maͤßig dieſe ſchoͤnen Augenbraunen ſind? Man ſollte glauben, Du machteſt die Toilette der Corinna, die ein ſo ſchiefes Geſicht hat.— Jetzt flechte die Blu⸗ men ein— aber warum jene Nelke?— Das iſt keine paſſende Farbe fuͤr den zarten Teint der Chloris!“
„Du thuſt mir weh!“— ſagte Julia, indem ſie heftig mit ihrem kleinen Fuß ſtampfte,—„Du
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