gen, verſagten ihm die Worte, und er brach in Thränen aus.
„Und wenn,“ fuhr Lydon fort,„wenn Deine Gottheit denn, wie es mir ſcheint, willſt Du blos einen Gott anerkennen) in der That das wohlwol⸗ lende und menſchenfreundliche Weſen iſt, wie Du behaupteſt, ſo wird Er auch wiſſen, daß Dein Glaube an Ihn mich zuerſt in dem Entſchluß, den Du ta⸗ deln willſt, befeſtigte.“
„Wie ſo— was meinſt Du?“— ſagte der Sklave.
„Du weißt ja, daß ich, in meiner Kindheit als Sklave verkauft, in Rom durch meinen Herrn frei⸗ gelaſſen wurde, deſſen Wohlwollen ich glucktich ge⸗ nug geweſen war, mir zu erringen. Ich eilte nach Pompeji, um Dich zu ſehn— ich fand Dich, alt und hinfällig, unter dem Joche eines launenhaften und eigenſinnigen Gebieters.— Du warſt ſeit Kur⸗ zem zu dieſem neuen Glauben uͤbergetreten, und Deine Sklaverei wurde Dir durch ihn doppelt em⸗ pfindlichz die Gewohnheit, die uns oft das Schlimmſte ertragen laßt, verlor ihre Macht. Beklagteſt Du Dich nicht oft bei mir, daß Du zu Dienſten gezwun⸗ gen werdeſt, die Dir zwar als Sklaven nicht ge⸗ häſſig, aber als einem Nazarener ſündhaft erſchie⸗ nen? Erzahlteſt Du mir nicht, daß Dein Gemuͤth mit Reue erfuͤllt werde, wenn Du gezwungen ſeieſt, auch nur ein Stuͤckchen Kuchen vor den Laren nie⸗


