Teil eines Werkes 
1. Th. (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

190

wegen umgang habe, ſo wurdeſt Du uͤberzeugt ſein, daß ich ein gutes Werk thue, wenn ich die Erde von einem derſelben befreie. Es ſind blutdurſtige ungeheuer; ſelbſt in ihrem Muth ohne irgend ein anderes Gefuͤhl, wild, roh und herzlos; keine menſch⸗ liche Verbindung hat Werth fuͤr ſie; ſie wiſſen nichts von Furcht, das iſt wahr, aber auch nichts von Dankbarkeit, Mitleiden oder Liebeß ſie ſind blos fuͤr ihr Geſchäft geſchaffen, zu morden ohne Erbarmen, zu ſterben ohne Todesfurcht! Können Deine Götter, ſie moͤgen ſein, wer ſie wollen, einen Kampf mit Menſchen, wie dieſe, und fur eine ſolche Sache, miß⸗ villigen? Oh, mein Vater, welche hoͤhere Mächte auch die irdiſchen Angelegenheiten leiten moͤgen, ih⸗ nen kann keine Pflicht fuͤr ſo heilig, fuͤr ſo beloh⸗ nenswerth gelten, als das durch das kindliche Gefuͤhl eines dankbaren Sohnes fuͤr ſeinen alten Vater dar⸗ gebrachte Opfer!

Der alte arme Sklave, der ſelbſt des Lichtes ho⸗ herer Erkenntniß entbehrte, und erſt ſeit Kurzem zum chriſtlichen Glauben bekehrt worden war, wußte nicht, mit welchen Beweisgrun den er eine ſo finſtre und doch in ihren Irrthuͤmern ſo edle Unwiſſenheit widerlegen ſollte. Der erſte Antrieb ſeines Innern war, ſich an die Bruſt ſeines Sohnes zu werfen, der zweite, ſich von ihm zu wenden, und indem er verſuchen wollte, ihn von ſeinem Vorſatz abzubrin⸗