Teil eines Werkes 
1. Th. (1834)
Entstehung
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kanntſchaft mit unſerm Gegenſtande vorausſetzt, haͤngt faſt mehr pon zufälligen Umſtaͤnden, als vom eignen Verdienſte ſelbſt ab, und von der Art und Weiſe, wie wir die klaſſiſchen Studien in unſerer Jugend und im reifern Alter betrie⸗ ben haben. Waͤre aber auch ein Schriftſteller hierin durch Erziehung und Studien gleich ſehr beguͤnſtigt, ſo moͤchte er doch kaum in eine von der unſrigen ſo verſchiedene Zeit ſich ver⸗ ſetzen koͤnnen, ohne daß nicht einige Ungenauig⸗ keiten, einige durch Unachtſamkeit oder Vergeß⸗ lichkeit veranlaßte Fehler mit unterliefen. Es wuͤrde daher, wenn ſelbſt in den vortrefflichſten Werken uͤber die Sitten der Alten von den ge⸗ lehrteſten Maͤnnern einige dieſer Unvollkommen⸗ heiten oft durch einen, verhaͤltnißmaͤßig nur ober⸗ flaͤchlich unterrichteten Kritiker entdeckt werden, anmaßend ſein, wenn ich hoffen wollte, daß ich gluͤcklicher geweſen ſei, als weit groͤßere Gelehrte, und zwar in einem Werke, das viel weniger auf Gelehrſamkeit Anſpruch macht. Aus dieſem Grunde glaube ich faſt, daß die Gelehrten ſelbſt, meine nachſichtigſten Richter ſein werden. Ich bin zufrieden, wenn man dieſes Buch, welches auch ſeine Unvollkommenheiten ſein moͤgen, fuͤr ein Portrait anerkennt, vielleicht mangelhaft in der Zeichnung und Farbengebung, aber vielleicht den allgemeinen Zuͤgen und dem Koſtuͤme jener