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bewundertſten klaſſiſchen Autoren finden; es iſt dies ein eben ſo großer Mißgriff, als wolle man die Roͤmer im gewoͤhnlichen Leben in den Perioden des Ciceto, oder als wolle ein Ro⸗ manenſchreiber Englaͤnder in den langen Saͤtzen des Johnſon und Burke ſprechen laſſen. Der Fehler iſt um ſo groͤßer, weil dadurch, indem die Gelehrſamkeit zur Schau getragen, eigentlich nur die Unkunde einer richtigen Kritik zu Tage gelegt wird, und wir haben beim Gaͤhnen nicht einmal den Troſt, daß wir nach den Re⸗ geln der Gelehrſamkeit gaͤhnen. Wenn wir Per⸗ ſonen aus dem klaſſiſchen Alterthum einen nur irgend richtigen Dialog unterlegen wollen, ſo muͤſſen wir beſonders alle übertreibungen ver⸗ meiden.
Nichts kann einem Schriftſteller ein ſteiferes und unbeholfeneres Anſehn geben, als wenn er mit einemmal und ploͤtzlich die Toga anlegen will. Wir muͤſſen die befreundete Gewohnheit vieler Jahre in unſere Aufgabe ziehen;— die Anſpielungen und den Sprachgebrauch— und die Sprache ſelbſt muß fließen, wie in einem Strom, der ſchon lange maächtig und voll war. Die Blumen muͤſſen aus ihrem natuͤrlichen Boden hinuͤbergepflanzt werden, und nicht aus der zwei⸗ ten Hand von dem naͤchſten Markbtplatze kommen. Dieſer Vortheil, der allerdings eine genaue Be⸗


