Viele Schriftſteller haben jene geſchrobenen Sentenzen angenommen, jene kalte und didak⸗ tiſche Feierlichkeit des Vortrages, die wir in den
befeſtigt)— verhindert mich auch, ganz in den Schran⸗ ken der Zeit zu bleiben, in der meine Geſchichte vor⸗ fiel. Es iſt, um Intereſſe irgend einer Art zu erregen, nothwendig, daß der Gegenſtand, den man gewaͤhlt hat, ſo zu ſagen, in die Gebraͤuche und in die Sprache der Zeit, in welcher wir leben, uͤberſetzt erſcheint.“—
„Um daher den vielen Leſern gerecht zu werden, die, wie ich hoffe, dieſes Vuch begierig verſchlingen werden, (Gem!) habe ich nur in ſo fern die alten Sitten in neuerer Sprache erklaͤrt, und nur in ſo weit die Cha⸗ raktere und Gefuͤhle meiner Perſonen entwickelt, daß der moderne Leſer durch trockene Gelehrſamkeit ſich nicht zu ſehr zuruͤckgeſtoßen fuͤhlen wird. Ich darf verſichern, baß ich in dieſer Beziehung keineswegs die Grenzlinie deſſen uͤberſchritten habe, was dem Verfaſſer eines Werkes der Einbildungskraft geſtattet wird.“
„Es iſt wahr,“ faͤhrt meine Autorität fort,„daß auch dieſe Grenzlinie geſetzlich beſtimmt iſt; der Verfaſſer muß nichts in die Geſchichte einfuͤhren, was mit den Sitten der Zeit im Widerſpruch ſteht.“— Vorrede zu
Jvanhoe. Ich kann dieſen wahren und vortrefflichen Bemer⸗ kungen weiter nichts hinzufüͤgen— ſie bilden den richtigſten Maaßſtab fuͤr die Kritik, nach welchem Alles, was die Einbildungskraft aus der fruͤhern Zeit in das Leben ruft, beurtheilt werden ſollte.


