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Fluͤchtlinge von Pompeſi aufnahm, und die Handelsſchiffe dieſer Stadt trug— und den unheilſchwangern Veſuv, immer noch Rauch und Feuer athmend, fortwaͤhrend vor Augen*).
Ich war mir jedoch gleich der großen Schwierigkeiten bewußt, mit denen ich zu käm⸗ pfen haben wuͤrde. Die geiſtigen Kraͤfte eines uberlegenen Genius ſind nothwendig, um die Sitten und das Leben des Mittelalters zu ſchil⸗ dern, doch iſt vielleicht dieſe Aufgabe im Ver⸗ gleich zu jener, welche eine weit fruͤhere und weniger uns vertraute Periode darzuſtellen beab⸗ ſichtigt, leicht und unbedeutend. Fuͤr die Men⸗ ſchen und Sitten aus der Feudalzeit fuͤhlen wir eine natuͤrliche Sympathie; dieſe Menſchen waren unſere Vorfahren— aus ihren Sitten und Gebraͤuchen entwickelten ſich die unſrigen— ihr Glaube iſt noch der unſtige— ihre Graͤ⸗
*) Dieſes Werk wurde faſt ganz im vorigen Win⸗ ter zu Neapel geſchrieben. Bei meiner Ruͤckkehr nach England wurde ich zu ſehr durch politiſche Angelegen⸗ heiten in Anſpruch genommen, um fur rein literariſche Arbeiten viele Zeit zu haben, außer in jenen, nicht unwillkommenen Zwiſchenräumen, wo das Parlament, wenn es ſich zur Ruhe begibt, den andern Gegen⸗ ſtaͤnden des Lebens zu erwachen geſtattet, indem es ſeine ermuͤdeten Geſetzgeber entlaͤßt, Einige um zu jagen, Andere um ihre Ochſen zu maͤſten, und Andere— um ſich mit der Literatur zu beſchaͤftigen!—


