Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Begräbniſſes, dem ſich ganz Prag anſchloß. In der Teynkirche ruhen ſeine ſterblichen Ueber⸗ reſte, eine Granittafel mit ſeinem Bilde, im Har⸗ niſch, die rechte Hand auf eine Erdkugel geſtützt, macht es heute noch der Nachwelt kenntlich. Katha⸗ rina, die nur für ihn gelebt hatte, folgte ihm bald; Familienglieder und Nachkommen von dem hochbe⸗ rühmten Mann, die ſeinen Namen tragen, leben heute noch in Dänemark.

Tycho's Tod änderte wie mit einem Zauber⸗ ſchlage die Stellung Kepler's am Hofe Rudolph's des Zweiten.

Der Kaiſer ernannte ihn zu Tychv's Nachfolger mit einem Gehalte von zweitauſend Gulden. Er geſtattete ihm die Benutzung aller tychoniſchen Inſtrumente und Arbeiten, und die Zahlung der ſteieriſchen Stände ſetzte ihn in die Lage, für die Zukunft ſeiner Familie Sorge zu tragen.

Vom Hanſe erhielt er die Nachricht, daß die Gattin ſeines Bruders eine bedeutende Erbſchaft gethan, und daß beide nach Italien gegangen, um dort in glänzenden Verhältniſſen zu leben.

Katharina Kepler zog zu ihrer verheirateten Tochter nach Heumaden, um dem Geklätſche in Leon⸗ berg ein Ende zu machen. In ſeinem neuen, groͤ⸗ ßeren Wohnhauſe in der Spornergaſſe fand Apollo⸗ nia ein Aſyl, wo ſie, für ihre Bedürfniſſe an Frau