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laſſen mögen und müſſen, aber die Gegenwart des Kaiſers feſſelte ihn, ob noch Minuten oder Stunden, er wußte es nicht; denn die Lichter des Saales be⸗ gannen vor ſeinen Augen zu tanzen, die Geſichter der Anweſenden ſchienen bald nah auf ihn einzu⸗ rücken, bald in ungeheuere Fernen von ihm zu ſchwin⸗ den, und als man endlich aufſtand, als der Kaiſer, auf den Arm des Kardinals Dietrichſtein gelehnt, die Anweſenden huldvoll grüßte und ſich mit ganz ritter⸗ lichem Weſen von ſeiner ſchönen Wirthin entfernte; da mußte er ſich auf die Schulter ſeines Weibes ſtützen, welcher der raſch hinzutretende Kepler behilflich war, den ſchwer Leidenden in die nächſte Sänfte zu ſchaffen.
Kepler und Katharina blieben gemeinſchaftlich am Bette Tycho's, der bewußtlos dalag, ein wich⸗ tiges Lebensorgan war ihm infolge des zu langen Sitzens bei der Tafel geſprungen. Er war unrettbar.
In den Augenblicken, wo er zum Bewußtſein kam, ſprach er liebevoll mit Kepler und ſeinem Weibe, und als er, in die Kiſſen ſinkend, die Augen, die ſo eifrig in den Sternen geforſcht hatten, für ewig ſchloß, flüſterten ſeine erſterbenden Lippen:„Kein Stillſtand in der Schöpfung, Leben iſt Bewegung!“
Der Tod des gelehrten Danen erregte unge⸗ heueres Aufſehen. Selbſt Tycho's höchſte Eitelkeit hätte befriedigt ſein müſſen von der Pracht ſeines
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