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Urſache und Wirkung zuſammenſucht, muß es wohl einleuchten, daß Kopernikus Recht habe.“
Tycho hatte dieſe Worte gehört. Er war wäh⸗ rend des ganzen Abends ungemein ſchweigſam ge⸗ weſen, und ſein ſonſt rothes Geſicht mit der ſeltſa⸗ men Naſe von Silber ſah bleich, ja hohl aus.— Er fühlte ſich unwohl, und wollte doch aus Rück⸗ ſicht auf den Kaiſer die Tafel nicht verlaſſen, und ſaß nun da, gefoltert von körperlichen Schmerzen und der geiſtigen Pein, die ihm nun ſchon ſeit län⸗ gerer Zeit die Ueberzeugung verurſachte, daß ſein Syſtem, auf das er ſeinen höchſten Stolz ſetzte, alles Haltes entbehrte.
Das Zuſammenleben mit Kepler war dem ſtol⸗ zen Mann zur Marter geworden, weil die lichtvollen Erklärungen des begeiſterten Mannes ihm längſt die Wahrheit des kopernikaniſchen Syſtems, das jetzt ſchon durch das erſte, von Kepler gefundene Geſetz der Planetenbewegung eine bedeutende Verbeſſerung erhalten, anſchaulich gemacht hatten.— Anders aber als einige Zeit ſpäter Galilei, der nach den Qualen der Folter, die ihn zum Widerruf der neuen Lehre bewogen, jene unſterblichen Worte ausrief:„Und ſie bewegt ſich doch!“ verharrte Tycho aus Eitelkeit auf ſeiner Lehre vom Stillſtand der Erde.— Er fühlte die Falſchheit, die Unzulänglichkeit derſelben, und die Ueberzeugung, daß ſein Syſtem mit ſeinem Leben fallen werde, nagte an ſeiner Seele.
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