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berühmten Sadler und ſeinem Gönner, dem Je⸗ ſuiten Johannes, ſeinen Platz gefunden hatte.
Kaiſer Rudolph, an der linken Seite der Gräfin unter einem Thronhimmel von Sammt mit reicher Goldſtickerei ſitzend, verlor im Geſpräche mit der Dame, die ſeit Jahren ſchon den günſtigſten Einfluß auf ihn ausübte, mehr und mehr von dem Trübſinn, der ſeine Seele zu umdüſtern begonnen hatte.
Er plauderte, er lachte ſogar und Stunde nach Stunde verrann, ohne daß er das Zeichen zum Auf⸗ bruch gab.
Polixena hatte die Gelegenheit wahrgenom⸗ men, den Streit Kepler's mit Tycho zur Sprache zu bringen, ſie erzählte, daß die gelehrten Herren ſich über die Sonnenſyſteme entzweit hätten, und der Kaiſer, ſich direkt an den Ritter wendend, ſagte ſehr gnädig:„Nicht alſo, Herr von Brahe, Ihr ſeid wieder gut Freund mit dem Magiſter, Euerem ehren⸗ werthen Gefährten, laßt ihn in ſeiner Weiſe rech⸗ nen und rechnet Ihr in der Eurigen; was am Beſten mit den Naturerſcheinungen ſtimmt, das wird wohl das Richtige ſein.“ Dann aber ſich zu Polixena wendend, flüſterte er ihr halblaut zu:„Der ungelehrte Pöbel, der mit dem rechten Fuß in den linken Stiefel fährt, kann wohl noch glauben, daß die Erde ſtillſteht. Dem Philoſophen, der das Zuſammenpaſſende in 26


