Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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der Wiſ⸗

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der, ſeit er ſich in Ungarn den Sporn ver⸗ dient, das Bild der ſchönen Gräfin im Herzen trug. Da fanden ſich ein die berühmten Dichter Capella, Troilus und Cuthenus, da waren die Geſchichts⸗ ſchreiber Weleſlawina und Stränsky, und von den dem Kaiſer naheſtehenden Aſtronomen, Herr Häjek, der Ritter von Brahe und Johannes Kepler. Frau Barbara Kepler ſah gar ſchön aus in einem Kleide von ſchwarzem Brokat mit goldenen Blumen, das ſchöne Haar geſchmückt mit einer Schnep⸗ penhaube von den allerfeinſten Brabanterſpitzen, wie ſie die unglückliche Königin Maria Stuart zu tragen geliebt hatte; auch die Frau Gräfin von Roſenberg er⸗ ſchien in einem Kleide von ähnlichem Stoff und Schnitt, und es mußte jedermann in die Augen fallen, daß die beiden Damen die ſchönſten in dem glänzenden Kreiſe und einander ſehr ähnlich waren. Frau von Brahe, am Arme ihres Gatten, war noch eine ſtattliche Ma⸗ trone. Der Kreis von Menſchen, der ſich flüſternd und ſummend durch die glänzenden Gemächer be⸗ wegte, war einer von denen, wo auch nicht ein Mit⸗ glied unbedeutend erſcheint; auch hat die Geſchichte den Namen aller bewahrt bis in die ſpäteſten Zeiten, und einer der Anweſenden, der hochberühmte Zeichner und Kupferſtecher Sadler, hat Abbildungen jener Räume hinterlaſſen, die heute noch dem Beſchauer 1857. XXII. Johann Kepler. III. 26