Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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legte es dann ſeufzend an ſeinen Ort.— Das ſchöne Steinbild aber ließ ſie auf einer Tragbahre ſo befeſtigen, daß es ſogleich ohne Gefahr des Zer⸗ ſchlagens aufgehoben und weggetragen werden konnte.

Wenige Augenblicke darauf meldete man den Herrn Ritter von Brahe, und die Gräfin ging ihm eilig entgegen, während Eva und Apollonia ſich in ein anderes Zimmer verfügten.

„Sie ſehen, Herr Ritter,“ ſagte Polixena,„daß ich hier einen Schatz habe, der im höchſten Grade würdig iſt, in den Beſitz unſeres Kaiſers zu gelangen; wollen Sie aus Freundſchaft für mich anordnen, daß bei Ihrem Eintritt in den Statuenſaal meine Leute mit dieſem Kunſtwerk Ihnen folgen und es lin der eeren Niſche rechter Hand aufſtellen? Ich möchte des Kaiſers Majeſtät erfreuen und an ſeine treueſte, wenngleich im Augenblick verkannte, Unter⸗ thanin erinnern.“

Tycho betrachtete das Kunſtwerk mit dem Blick des Kenners:„Das iſt etwas, das des kunſtſinni⸗ gen Monarchen Herz erfreuen wird,“ ſagte er mit den Augen zwinkernd,„und mit Freuden ſtehe ich Ew. hochgräflichen Gnaden zu Dienſten; darf man aber fragen, wo dieß große Kunſtwerk, wie es deſſengleichen vielleicht auf Erden nicht mehr gibt, bis daher geweſen?“

„Das iſt eine lange und traurige Geſchichte, es