Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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einen andern Beruf, als Mann und Kind, kein an⸗ deres Studium, als wie ſie ſich ihrem Gatten lieb und angenehm machen könne, keine andere Ehre, als die ihr im Hauſe erwächſt. Du, mein Sohn, mußt gleichſam in jeder Minute Deines Lebens be⸗ reit ſein, von einer Höhe herabzuſteigen, um Dein junges Weib, das tief unter Dir wandelt, zu ſtützen, zu ſchützen und ihr zu Willen zu ſein. Uebt Dich das auch in der Selbſtverläugnung, ſo iſt es doch Deinen Werken und Studien nicht förderlich. Eine Frau, das heißt eine echte Frau, iſt an die Seite eines denkenden und ſchaffenden Mannes von Gott ge⸗ ſtellt, auf daß ſie ihm alles aus dem Wege räume, was ſeine Thätigkeit hindern oder unterbrechen könne, auf daß ſie alle kleinen Sorgen von ihm fernhalte, ihm in ihrer Liebe und Freundlichkeit hei⸗ tere Ruhepunkte und in ihrer Theilnahme, in ihrem Verſtändniß für ſeine Arbeiten den beſten Lohnz für dieſelben, ja einen Erſatz gebe, wenn die Mitwelt ſie nicht zu ſchätzen weiß.— Die Kaiſerin und die Bäuerin ſtehen neben ihrem Manne nach Gottes Ausſpruch: Es iſt nicht gut, daß der Menſch allein ſei, ich will ihm eine Gehilfin machen.“

Kepler lächelte;„Ja wem der Herr ſolch eine Frau beſchieden,“ entgegnete er,„der könnte ſich wohl vertiefen in Weisheit und Wiſſenſchaft; aber weißt Du nicht, liebe Mutter, daß das Vorſchreiten in

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