Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Deiner Begeiſterung für die allerheiligſte Jungfrau; ich weiß aus dem Munde des ehrwürdigen Pater Johannes, daß Du in Pilgertracht eine Wallfahrt unternommen zum Heiligthume in Loretto und dem Gnadenbilde dort Deine Gelübde zu Füßen gelegt haſt, ſchon vor zwei Jahren. Jetzt auf Deiner Reiſe zum heiligen Vater, der Dir die Weihe und ſeinen Segen gegeben, haſt Du es zum zweitenmale beſucht, ich kenne Deine fromme Andacht für die Gnadenreiche, die den Heiland geboren, aber daß Du begnadigt wurdeſt durch ihre Erſcheinung, das iſt mir unbe⸗ kannt geblieben.

Hört mich, meine Mutter, ſagte der fürſtliche Jüngling mit feierlichem Ernſte,was ich nieman⸗ dem mitgetheilt, ſelbſt nicht in der Beichte denn es war ja keine Sünde, ſondern die erhabenſte Be⸗ ſeligung, die einem Sterblichen zutheil werden kann. CEuch will ich es offenbaren. Wiſſet, ich war noch ein Knabe und befand mich mit meinem edlen Va⸗ ter in Prag. Des Kaiſer Rudolph Majeſtät hatte viele Vorliebe für mich, und ſchon flüſterte man, daß er, der ſeine Brüder alle nicht liebte, und den Erz⸗ herzog Mathias am wenigſten, in mir ſich einen Nach⸗ folger beſtimmt habe. Ich war eben noch kindiſch genug, um das zu hören ohne Gemüthsbewegung,

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