Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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es hat 2 Kraft die ich Gefühl, erfügen en ge⸗ immels Gnade, zuſtoßen

es, auf gezogen och em⸗ Heilige! Gelübde n. Gib eib mir ht bloß inzelner, — Du, esſelben. hbegei⸗ ſch habe hlafloſen id Lieb⸗

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lichkeit, ich will Dein Streiter ſein, ſei Du meine Führerin!“ Es war ein Gebet von heißer Inbrunſt, ſo heiß, daß der Zuſtand des fürſtlichen Jünglings dabei ein verzückter zu ſein ſchien.

Seine dunklen Augen glänzten, ein warmes Roth lag auf ſeiner ſonſt bleichen Wange und um die Lippen zuckte ein Strahl unirdiſcher Wonne.

„Ich ſehe Dich, Gebenedeite, anders, o wie viel erhabener in Deiner göttlichen Schöne, als dieſe Maler Dich zeichnen, als dieſe Bildner Dich meißeln können. Tief, tief, unauslöſchlich tief iſt Dein Bildniß in meine Seele gedrückt, mein Sein und Leben, mein Denken und Fühlen, mein Glauben und Hof⸗ fen, alles, alles gehört Dir!“ flüſterte er dann abermals, und erhob ſich erſt von den Knieen, als leiſe Tritte im Nebenzimmer ihm verriethen, daß ſeine Mutter ihn aufzuſuchen käme.

Die Erzherzogin Maria, eine hohe, ſtattliche Dame, trat faſt in dem nämlichen Augenblick bei ihrem Sohne ein, und ſetzte ſich in den Seſſel, der unter dem lebensgroßen Bilde ihres frühgeſtorbenen Gatten Erzherzog Karl ſtand.

„Du haſt Recht gehabt, mein Sohn,“ ſagte ſie, mit den feinen Händen an den Spitzen ihres Battiſt⸗ tuches zupfend,„vollkommen Recht, die Mühen dieſes 1857. XXII. Johann Kepler. III. 2