Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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der ſpäter als Ferdinand der II. die eiſerne Krone des heiligen römiſchen Reiches trug. Ein Jüngling, wenig über achtzehn Jahre alt, lag doch in ſeinem Geſichte, das die bräunliche Farbe ſeiner ſpaniſchen Abkunft trug, ein tiefer Ernſt; ſein dunkles Auge, das er nur ſelten erhob, hatte einen ſchwärmeriſch glühenden Blick, und um den Mund lag trotz der weichen habsburgiſchen Lippen eine Feſtigkeit, wohl⸗ geeignet, der Jugendlichkeit des Antlitzes die Wage zu halten.

Neben ihm zur Rechten ritt auf einem ſtattlichen Braunen Erzherzog Mar, ſein Oheim und Vormund, Großmeiſter der Deutſchherren und früher erwählter König von Polen, der während Ferdinands Minder⸗ jährigkeit ſein Land regiert hatte; und zur Linken auf einem Rappen ſein jüngerer Bruder Erzherzog Leopold, ſpäter Biſchof von Paſſau, zur Zeit noch ein elfjähriger Knabe.

Die nächſten im Zuge waren zwei Männer, beide in einfacher weltlicher Tracht und nur durch den eigenthümlich geformten Hut erkennbar als Mit⸗ glieder der Geſellſchaft Jeſu.

Der eine, deſſen auffallende Schönheit ihn, wo er ſich auch zeigte, bemerkbar gemacht hatte, erſchien hier mit ſeinem ernſten Blick, mit dem feinen Munde,