jungen Erzherzogs und ſeiner Geſchwiſter geſtan⸗ den hatte.
An der Thür der Domkirche waren die Lehrer der beiden großen neuen evangeliſchen Lehranſtalten der Stiftsſchule und des Joanneums aufgeſtellt, Kep⸗ ler befand ſich unter denſelben. Die Herren von den Ständen, unter ihnen der alte Herr von Eggenberg, ſtanden an der andern Seite. Die Mitglieder des Magiſtrats befanden ſich zwiſchen beiden.
Ueberall in der ungeheuern Menſchenmenge herrſchte ein tiefes feierliches Schweigen, und die Glockentöne, welche fort und fort hallten und in welche auf dieſer Stelle ſich die von Blasinſtrumen⸗ ten ausgeführte Muſik eines Marſches miſchte, klan⸗ gen wie Leichengeläute.
Langſam bewegte ſich der prächtige Zug die Paulusgaſſe hinauf nach dem Burgplatze.
Trabanten, gekleidet in den ſteiermärkiſchen Lan⸗ desfarben, grün, roth und weiß, eröffneten ihn; hin⸗ ter denſelben wanderte langſam Paar an Paar Ker⸗ zen tragend und Weihrauchfäſſer ſchwingend die katholiſche Geiſtlichkeit, ein ernſter ſtattlicher Zug.
Dann kam auf ſchneeweißem Pferde im Herme⸗ linmanzel, die Herzogskrone auf dem Haupt, der junge Herrſcher der Steiermark, Erzherzog Ferdinand,
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