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der Mutter. Heinrich war wie ſein Vater in die weite Welt gegangen. Waren doch die Zeiten von der Art, daß arbeitsſcheue Taugenichtſe in aller Herren Ländern Gelegenheit fanden, ihre Haut zu verkaufen. Ueberall brauchte man Soldaten, denn ganz Europa war der Schauplatz kleinerer und größerer Kriege. Die Türken ſtanden drohend an der Grenze Ungarns, und Erzherzog Mathias mußte das Land hüten, in dem man ihn bereits zum Könige gewählt hatte. In Böhmen brannte das Feuer des Aufruhrs unter der Aſche, das ſpäter zur furchtbaren Fackel des dreißig⸗ jährigen Krieges aufloderte. In Frankreich hielt die ſtarke und edle Hand Heinrich des IV. die Zügel der Regierung, aber Söldner waren auch dort wie überall ein nothwendiges Uebel. Spanien rüſtete ſeine Seemacht gegen das aufblühende England, und in jedem chriſtlichen Lande ſtand die Partei der hundert verſchiedenen unter ſich uneinigen neuen Religions⸗ ſekten der der Katholiken, die aus politiſchen Grün⸗ den auch keine Einigkeit in ſich hatte, drohend und feindlich gegenüber.
Heinrich Kepler war Soldat geworden wie ſein Vater, niemand aber hätte ſagen können, welchem Herrn der eine oder der andere diene und ob nicht


