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ſcheint dieß auch nur ſo, weil des Kindes Erfahrungen noch nicht hoch genug ſind, um über dieſes Grün hinwegſehen zu können.
Johann Kepler hatte ein Jahrlang die Schule des Magiſters Beilmann beſucht, als ſein Vater er⸗ klärte, daß er die Wirthſchaft in Ellmandingen nicht länger behalten könne und wolle, ſondern die Abſicht habe, mit ſeiner Familie nach Leonberg zurückzukehren.
Ein härterer Schlag hätte den Knaben faſt nicht treffen können. Sein junges Herz war mit tauſend friſchen Wurzeln feſt an den Greis gewachſen, der zuerſt ſeiner wißbegierigen Seele die rechte ihr voll⸗ kommen zuſagende Nahrung gegeben.
Magiſter Beilmann war durchaus kein Gelehrter im Geiſt jener Tage. Er war nicht vielmehr als ein ahnungsvoller Träumer und zugleich ein ſcharfer und genauer Beobachter des Vorhandenen.
Die Vereinigung dieſer beiden Eigenſchaften bildet die meiſten Entdecker im Reiche der poſitiven Wiſſenſchaften; auch in der Seele des jungen Kepler fanden ſie ſich zuſammen, und die Freundſchaft, die ihn mit ſeinem greiſen Lehrer verknüpfte, trug nicht wenig dazu bei ſie mehr und mehr zu entwickeln.
Ohne ſich Rechenſchaft über das Wie geben zu können, fühlte er auf das Beſtimmteſte und mit


