Geburt ihres erſten Kindes, um einer Landläuferin folgen zu können, der ſie dann von Haus und Hof gelockt, ihr Gut und Vermögen mit ſeinen Kumpanen ver⸗ than habe und jetzt noch immer nichts arbeite und ſchaffe, um ſeine Familie zu ernähren.
Weinend hörte der Knabe Johann auf dieſe Klagen ſeiner Mutter, die mit funkelnden Augen, mit zum Himmel erhobenen Händen ausgeſprochen wurden, und ſeine Antwort war dann ſtets eine und dieſelbe:„Mutter, herzliebe Mutter mein, geduldigt Euch um der Liebe Gottes willen, bis ich erwachſen bin, dann werde ich für Euch ſorgen und es ſoll Euch an nichts fehlen, denn ich denke, wenn ich fleißig bin, werde ich Kenntniſſe genug ſammeln, um einmal ein rechter Mann zu werden.“
Noch befand ſich der Knabe Johann in jener Lebensepoche, in der das Rad der Zeit langſam, langſam um ſeine Are rollt. Erſt die reifen Jahre des Menſchen haben Flügel, die Kinderzeit, auch die reinſte, geht mit goldenen Füßen durch Blumen, die zu hoch ſind, als daß ſie dieſelben leicht überſchreiten könnte, und wo der Boden ſo arm iſt, daß er keine einzige duftende Blume hervorbringen kann, da wächſt wenigſtens das fröhliche Grün der Hoffnung hoch empor, ſo hoch, wie in keinem ſpäteren Lebensabſchnitt; vielleicht aber


