Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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freundlich an ſie und ſagte:Wegen Eures Kranken, werthe Frau, ſeid ruhig, ich hoffe ihn Euch ſicherlich herzuſtellen und denke nach kurzem Gebrauch der Bäder und Räucherungen, die ich Euch genau bezeich⸗ nen werde, ſollen ſeine Schmerzen nachlaſſen und er den Gebrauch ſeiner Glieder wieder erhalten; kommt jetzt mit mir, damit ich Euch über alles die gehörige Auskunft geben kann, und geſtattet mir dann, daß ich noch in dieſer Vormittagsſtunde heimkehre; ich muß eilen gen Stuttgart zu kommen, wo ich erwartet werde, und mein gutes Pferd wird ſich bereits erfriſcht haben.

Nun, werther Rabbi, ſagte der Jeſuit,und warum wollt Ihr nicht in meiner Geſellſchaft bleiben, meine wackern Verwandten werden den Arzt ſicher⸗ lich mit großer Freude in ihrem Hauſe behalten und mir würdet Ihr eine Ehre erzeigen, wenn Ihr mir noch länger Geſellſchaft leiſtet auf unſerer ge⸗ meinſamen Reiſe.

Der jüdiſche Gelehrte lächelte, es war ein ſchönes edles Lächeln, ähnlich dem Sonnenblick über einer Gebirgslandſchaft.Ich danke Euch, ehrwürdiger Herr, ſagte er nach einem kurzen Schweigen,glaubt mir auch, daß ich erkenne, welche Ehre Ihr mir dem armen Juden durch Eure Herablaſſung anthut; laßt

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