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Euch indeß ſagen, daß ich ſie Euretwegen und mei⸗ netwegen nicht annehmen darf. In dieſen Zeiten iſt es gut, daß jeder zu ſeinesgleichen hält, für ſeines⸗ gleichen einſteht. Spracht Ihr doch noch vor kurzem es aus, daß endlich auf Erden ein Hirt und eine Heerde ſein werde, wenn dieſe Zeit gekommen, auf die Ihr hofft, oder die, auf welche ich hoffe; dann erſt wird der Chriſt ohne allen Zwang mit dem Juden gehen können.“
„Nun, werther Rabbi, und auf welch eine Zeit hofft Ihr denn?“ fragte Pater Fickler, dem gelehrten Rabbi mit ernſten Blicken näher tretend.
„Auf eine, die den heutigen Tagen ſehr ferne liegt, die ſicherlich weder ich, noch Ihr, ja vielleicht nicht einmal die Urenkel unſerer Enkel erleben werden, auf die Zeit, in welcher nicht die Art, ſondern die aufrichtige Innigkeit der Gottesverehrung, die ſich in einem rechtſchaffenen Wandel und in guten Thaten zeigt, das vereinigende Band zwiſchen Menſchen und Menſchen bilden wird. Für die jetzige Zeit iſt es ſchon viel, daß Ihr den Juden in Eurer Nähe geduldet habt, und ſehr wohl, Pater Fickler, erkenne ich darin die Güte Eures Herzens und die Größe Eures Geiſtes, will aber beides nicht auf eine zu harte Probe ſtellen. Ihr, werthe Frau Wellinger, habt nun


