Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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deſto mehr auf Schönheit ſieht, entgegnete Katha⸗ rina.

Es würde ſich wenig für mich ſchicken, von ſolchen Dingen, die oft nichts mehr ſind als Frau Baſen Geſchwätz, zu ſprechen, entgegnete Pater Fick⸗ ler,der Herr der Chriſtenheit iſt zur Zeit noch faſt ein Jüngling und das Blut der Jugend iſt unge⸗ ſtüm. Unſer Kaiſer vereinigt ſo viele und außerge⸗ wöhnliche Tugenden in ſeiner erhabenen Perſon, daß wir einige menſchliche Schwächen an ihm nicht zu ſehr rügen dürfen. Er iſt trotz ſeiner Jugend grund⸗ gelehrt, und ein Beſchützer aller Künſte und Wiſſen⸗ ſchaften, er iſt aufrichtig fromm, großmüthig und nachſichtig gegeg ſeine Umgebungen und gütig und milde gegen Freund und Feind.

Das iſt er, ſagte der jüdiſche Arzt, der un⸗ terdeß ſein Geſpräch mit dem Kranken beendet hatte, auch mein Volk, das er vor Mißhandlungen ſchützt, weiß genug davon zu erzählen, möge der Gott Iſraels ſein jugendliches Haupt ſchirmen in den Stür⸗ men und Unruhen dieſer böſen Zeit.

In Apolloniens Geſicht zeigte ſich der Ausdruck lebhafter Aufregung, als der jüdiſche Arzt zu ihnen trat, und dieſer, der ſehr wohl verſtand in den Zügen des Menſchen ſeine Meinung zu leſen, wendete ſich