Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Derſelbe, entgegnete Apollonia mit ernſtem Kopfneigen.Er iſt ein Mitglied der Geſellſchaft Jeſu und jetzt ein großer vornehmer Mann, der Lehrer zweier Prinzen, von denen der eine, wie man ſagt, beſtimmt ſein ſoll, dem Kaiſer Rudolph, wenn er kinderlos ſtirbt, auf dem Thron zu folgen. Der Andere aber iſt ein gelehrter Arzt, er kommt von Prag, wo auch Pater Fickler geweſen iſt, und kein Mann, ſoweit der Himmel blau iſt, verſteht mehr von der Heilkunſt, als der große Rabbi Löw, den ſeine Glaubensgenoſſen für einen Zauberer halten.

In dieſem Moment öffnete Mathias Wellinger die große Thür des Gemachs und ließ die beiden Männer eintreten. Zwei verſchiedenere Köpfe von gleicher Kraft, Schönheit und Bedeutſamkeit des Ausdruckes findet man höchſtens noch auf den Ge⸗ mälden großer Meiſter, ſicher aber ſehr ſelten in der Wirklichkeit nebeneinander.

Pater Johann Fickler, der Lehrer des Prinzen Marimilian von Bayern und ſeines Vetters des Erz⸗ herzogs Ferdinand von Steiermark, Enkel Maximilians des II., war ein Mann von Mittelgröße. Sein brau⸗ nes Haar von wunderſamem Glanz und noch nicht von einem einzigen Silberfädchen durchzogen, lockte

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