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Bürgertracht und legte ihre feine Hand auf die Stirn Katharinens.
„Ah! Du biſt's, Apollonia,“ rief die Kranke freudig,„wie geht Dir's denn, was machſt Du hier?“
„Das ſollten wir Dich fragen, Kätherichen,“ entgegnete jene,„aber wir wiſſen's nur leider, Du haſt wieder Zank gehabt mit Deinem Mann, biſt ihm davongelaufen und haſt Dich in den Bergen verirrt.— Ein großes, großes Glück, daß der Ohm Johann eben nach Weil gefahren war, ſeine Gerſte an den Brauer zu verkaufen, und daß er bei Euch vorſprach.“
Katharina ſtrich ſich das glänzende röthliche Haar aus der Stirn und ſchaute mit den ſchwarzen Augen, die Funken zu ſprühen ſchienen, auf den alten freundlichen Mann, welcher ſie im Walde gefunden hatte, und der nun ruhig daſaß und ein Glas Ge⸗ würzwein trank.
„Wie habt Ihr ihn gefunden, Ohm? meinen Mann, den Heinrich?“ fragte ſie haſtig,„was ſagte er, was that er? war er daheim und allein?“
„Sachte! ſachte! Kätherichen,“ entgegnete Jo⸗ hann Guldenmann,„Du fragſt zehnerlei auf einmal.“
„Erzählt mir, wie Ihr ihn fandet, herzlieber Ohm, ſagt mir alles wieder, was er that und ſprach,


