Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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A

gen ſteinernen Kamin, in welchem große Eichenklo⸗ ben flammten und kniſterten. Von dort aus ergoßen ſich Helle und Wärme über den ganzen großen Raum. Ein kupferner Keſſel hing an einem Haken über dem Feuer und in demſelben kochte eine Speiſe, die einen angenehmen und belebenden Duft verbreitete. Die Wände waren weiß, die Fenſter nicht allzutief in denſelben, und an jedem ſtand ein kleiner Tiſch von Eichenholz und ein Seſſel von gleichem Mate⸗ rial, kunſtreich geſchnitzt. Eine große eichene, auf oier kleinen Rädern ruhende Truhe, ſchön eingelegt mit Perlmutter und verziert mit blanken Meſſing⸗ griffen, nahm faſt die ganze eine Wand ein. Die Truhe kannte ſie wohl, ſie hatte als Kind oft neben derſelben geſpielt; ſie gehörte nicht ihrem Ohm Johann Guldenmann, ſie war ihm nur vor langen Jahren anvertraut worden, und er bewahrte ſie als ein Heiligthum. Katharina war in Magſtatt bei dem Liebſten ihrer Verwandten, jetzt wußte ſie es: ſie richtete ſich kräftig empor, ſchlug die Gardine von grün und blauem Serge zurück und überblickte den Ort, wo ſie ſich befand.

Nun, gelobt ſei Gott! ſie erholt ſich, ſagte eine ſanfte Frauenſtimme, und an das Bett trat eine kleine zierliche Frau in der hübſchen ſchwabiſchen