Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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in den wilden Wald? und was ſchaffſt Du hier ein⸗ ſam in Nacht und Unwetter?

Sie konnte ihm nicht antworten. Ihr war zu Muthe, als ob ihr Herz in Stücken riſſe, ſie ſtützte ſich auf ihn, und als ſie endlich, durch ſeine Hilfe in den Wagen befördert, ſich auf dem weichen Stroh hingeſtreckt, ſchwanden ihr die Sinne, ſie ſah nur noch wie durch einen feurigen Nebel, daß der Vetter ſie mit einer wollenen Decke bedeckte, daß Mummel ſich auf ihre eiskalten Füße legte und daß die Pferde, die ihr ungeheuer groß zu ſein ſchienen, anzogen mehr ſah und hörte ſie nicht.

Eine lange Zeit wenigſtens. Sie erwachte wie aus einem ſchweren wüſten Traum über einem lei⸗ ſen Geflüſter verſchiedener bekannter Stimmen. Sie fühlte, daß ſie gut und warm in weichen Betten lag, helles Licht ſchimmerte durch ihre halbgeſchloſſenen Augenlider, und als ſie dieſe endlich öffnete, ſah ſie ſich in einem Raume, den ſie kannte, ohne ſich doch gleich beſinnen zu können, wo ſie ſei.

Es war nicht ihre Stube in Weiw, die ſie in hellem Zorn über ihren Mann verlaſſen hatte, es war auch nicht das Wirthshaus ihres Vaters in Eltingen, wohin ſie hatte gehen wollen. Es war ein großes, nicht allzuhohes Zimmer mit einem mächti⸗