Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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fühlte ſich ermatten, fühlte, wie die Ohnmacht einen feurigen Schleier über ihre Stirn warf, und hielt ſich, den letzten Reſt ihrer Kraft aufbietend, feſt am Stamm einer entblätterten Buche, um nicht am Wege niederzuſinken.

In dieſem Augenblick hörte ſie einen Laut, der dem verirrten Reiſenden faſt ebenſo lieb iſt als der Ton der Menſchenſtimme: das Gebell eines Hundes!

Ja, es war ein Hund, kein Währwolf, kein Ungeheuer das große graue Thier, was dicht vor ihr über den Weg ſprang und die haarige Schnauze an ihre zitternde Hand druückte, und noch dazu war es ein Hund, den ſie wohl kannte. Mummel, der große wackre Hund ihres Vetters Johann Gulden⸗ mann in Magſtatt, und dieſer, der alte Mann mit ſchneeweißem Haar und gütigem Geſichte, ſtand mit einemmale, ſie wußte nicht, wie er dahergekommen, neben ihr und unterſtützte ſie und redete ihr freund⸗ lich zu, ſich zuſammenzunehmen und ihm zu folgen den Berg hinab bis zu ſeinem Wägelchen, das unten auf dem großen Landwege halte und ſie ſicher in ſein Haus bringen werde.

Helf' Dir Gott, Kätherichen! ſagte er dann freundlich zuredend, während er ſie halb trug, halb führte,wo in des Heilands Namen kommſt Du hier