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Weil kurz nach dem Mittagsläuten verlaſſen, und der frühe Dezemberabend fand ſie in Wind und Schnee noch fern von dem Ziele ihrer Wanderung, dem Dorfe Eltingen, wo ihre Eltern wohnten.
Es war eine hohe, ſtattliche Frau und ihr Schritt war Anfangs rüſtig genug geweſen, ſo rüſtig, daß niemand durch denſelben wohl zu der Vermuthung gekommen wäre, daß ſie ſich in einem Zuſtande be⸗ fand, der jede raſche Bewegung beſonders erſchwert.
Als ſie, gehüllt in ihren ſchwarzen kurzen Man⸗ tel, deſſen Kapuze ſie über das röthlich braune Haar gezogen hatte, welches von dem kleinen ſchwäbiſchen Bürgerhäubchen niemals ganz verdeckt werden konnte, mit ſehr eiligen Schritten durch das Thor des Städt⸗ chens ging, hatte der dort Wache ſtehende Trabant ihr lange nachgeſchaut und ſich darüber gewundert, was wohl das Kätherichen in ſolchem Wetter außen zu thun haben könne. Sie aber hatte keinen Blick auf den Mann geworfen und war vorübergezogen, dem Sturmwind entgegen, der die alten Buchen im Walde ſchüttelte und keiner lebendigen Kreatur Gutes zu bringen ſchien.
Anfangs hatte ſie ſein wildes Wehen nicht ge⸗ fühlt. Ihr Geſicht, ſonſt von Natur bleich, war ge⸗ röthet durch innere Aufregung, die Hände, die ſie in⸗
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