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ſeiner Familie zurück zu kehren, überwog den Schmerz der Trennung von ſeinem jungen, faſt immer be⸗ wußtloſen Freunde.
Ein barmherziger Bruder, frére Benedict, aus dem nahen Kloſter vertrat die Stelle des Arztes, der nur alle Woche einmal den Kranken beſuchen konnte, aber es konnte keinen tüchtigern Chirurgen und kei⸗ nen aufmerkſameren Wärter geben, als den filber⸗ haarigen, in Werken der chriſtlichen Liebe alt gewor⸗ denen Mönch.
Mit welcher Herzensbeklemmung erwartete Louiſe, jetzt am Ziele ihrer langen und beſchwerlichen Reiſe, die Erlaubniß, ihr Amt als Pflegerin am Bette ihres Gatten antreten zu dürfen, und als endlich frère Benedict ihr erklärte, daß ſie nun den Leidenden ſe⸗ hen könne, da ſchritt ſie über die Schwelle, mit be⸗ bendem Herzen, mit verſagendem Fuß und ſtand, ein weinender Engel, das ſchönſte Bild mitleidender Liebe, über das Schmerzenslager gebeugt, in dem Derjenige ruhte, mit dem ihr Leben vereint war.
Gott! da lag er, Fritz Treufeldt, der einſt ſo blühende Jüngling, bleich, zum Skelett abgemagert, die dunkeln Augen bald im bewußtloſen Halbſchlum⸗ mer geſchloſſen, bald rollend in wilder Fieberglur.
Einen Moment lang überkam ihr Herz ein Ge⸗


