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ihrem Kinde zugleich den Engel, der, in jeder Men⸗ ſchenbruſt ſchlummernd, hier auf Erden lernen ſoll die Fittige regen, um ſich ſpäter aufzuſchwingen in die Regionen des ewigen Lichtes.—
Doch wir wollen dem Schluße dieſer einfachen Erzählung nicht vorgreifen.
Louiſens Zukunft, feſt geknüpft durch ihre Liebe an das Geſchick des Kriegers, ſchwebte noch lange auf zweifelhafter Wage.
Bei Laon am 9. März 1814 ward ihr Gatte ſchwer verwundet. Die Nachricht davon empfing Louiſe durch ihren Vater. Es war der erſte Brief, der ſeit jenem Schreiben, das Fritz gebracht, in die Hände
ſeiner Familie gelangte. Er enthielt der hochwichti⸗ gen Nachrichten gar viele.
Der alte Graf St. Albans betrauerte den Ver⸗ luſt ſeines Neffen und Erben mit tiefem Schmerze. Er hatte ſo wenig als Herr Wohlgemuth e⸗ Ah⸗
nung davon, welchen Einfluß dieſer auf die Familie Wohlgemuths gehabt, welches bittre Leid er ihr zugefügt.
Fritz Treufeldt hatte auf einem der Schlöſſer des reichen Grundherrn Aufnahme gefunden und ward dort aufs freundlichſte und ſorgfältigſte gepflegt.
Als dieſer Brief in die Hände der Familie kam, war
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