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erreichten, und bald lag Louiſe in den Armen einer Mutter, die in jeder Beziehung die Kraft und den Willen hatte, der Gattin ihres Sohnes alles das Glück zu bereiten, was mütterliche Liebe und Weisheit einer Tochter geben kann.
Damals ſah ſie zuerſt das kleine hölzerne Wein⸗ bergshaus mit den vielen vielen Ecken und Erkern. Der Schnee lag blendend weiß auf ſeinem grauen Schieferdache. Die alten Ulmen, Eſchen und Ahorn⸗ bäume ſtreckten ihre kahlen Aeſte dem Himmel ent⸗ gegen. Den Spiegel des Oderſtromes bedeckte noch das Eis, aber aus den Schornſteinen des kleinen Hauſes winkte gaſtlich die kräuſelnde Rauchſäule, Hyazinthen, Tulpen und neckiſche Crocus blühten hinter den Doppelfenſtern und ein Mutterherz voll Liebe bewillkommnete die Eintretenden auf der gaſtlichen Schwelle.
Die Mutter des geliebten Mannes iſt für ein echtes Frauenherz ein Gegenſtand innigſter Liebe und Ehrfurcht.
Louiſe betrachtete die noch jugendlich liebliche Mutter ihres fernen Gatten mit einer Art von An⸗ dacht. Aus dieſen Händen hatte der ſpielende Knabe die Freuden ſeines Daſeins erhalten, auf dieſem Schooße hatte das lächelnde Kind das Leben begrüßt,
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