„Die Perſon, welche Deines Vaters Brief aus Frankreich hierher gebracht hat, wird in kurzer Zeit bei Euch ſein. Es iſt ein naher Verwandter Deines früheren trefflichen Tanzmeiſters. Er wird ſich Dir und nur Dir allein zu erkennen geben.
„Du wirſt, mein liebes Kind, in kurzem eine der liebenswürdigſten Perſönlichkeiten kennen lernen, die mir auf meinem längeren Lebenswege vorgekom⸗ men. Einen jungen Franzoſen, den Colonel St. Albans. Ich weiß nicht, wie es zugeht, daß ich für Dich bei dieſer Bekanntſchaft fürchte. Zum Glück ſteht Deine ſchöne Schweſter neben Dir, doch auch ihr wünſche ich nicht, daß der gefährlich liebenswür⸗ dige Fremde einen zu tiefen Eindruck auf ſie mache. Iſt er doch eben ein Fremder und Deutſchlands Frauen ſollten gerade in dieſen ſchweren Zeiten ihre Schönheit und die Liebe ihrer reinen Herzen be⸗ wahren für deutſche Männer.
„Noch ein Wort, mein theueres Kind. Es be⸗ trifft den Jüngling, dem Du Dein Wort verpfändet. Ein Brief ſeiner Mutter, die ich ſeit Jahren kenne, zeigt mir, daß die frühe Liebe, die er zu Dir gefaßt, eine nachhaltige, eine für ſein ganzes Leben einflußreiche ſei. F. T. iſt ein Jüngling mit jungfräulich reinem Her⸗ zen und die erſte reine Liebe eines ſolchen iſt ſicher⸗


